Der italienische Stil | Ein Phänomen des guten Geschmacks

© ADAM KATZ SINDING / Pitti Immagine S.r.l.

Ganz egal, ob es um Mode, Autos, Möbel oder Interieur geht: Der italienische Stil ist fraglos ein Phänomen des guten Geschmacks. Unmittelbar kommen einem Bilder von Sophia Loren oder Monica Belucci in den Kopf. Doch was ist das Geheimnis der Italiener? Das versuchen wir zu entschlüsseln. 

#1: Ernsthaftigkeit und Authentizität

Ganz egal, ob es um Mode oder Einrichtung geht: Die Italiener gehen immer mit einer gewissen “spielerischen” Ernsthaftigkeit an die Sache ran – ohne sich selbst zu ernst zu nehmen. Man legt wert auf die Essenz. Die Gestaltung des einzelnen Stücks, das Material und die Qualität: All das muss stimmen, von Kopf bis Fuß von der Handtasche bis zur Treppe in den italienischen Apartments. Hier finden beispielsweise Veloursstoffe, Samt und Seide, Leder und feine Holzfurniere Verwendung. Man bestellt beispielsweise elegante Fertigtreppen online  – oder man legt selbst Hand an und kreiert ein besonderes Interieur-Piece. Denn nichts ist den Italienern wichtiger, als Authentizität. Man trägt nichts, was nicht zu einem passt und man richtet sich nur so ein, wie man wirklich ist. Daher kann es durchaus vorkommen, dass Italiener ihre Holztreppen selber bauen oder einem Mode-Look mit Accessoires wie ein Gürtel um die Taille, Ohrringe oder Schuhen eine individuelle Note geben.

#2: Qualität vor Masse

Gut gekleidete Italiener sieht man nie in billigen Schuhen. Und betritt man ein italienischen Apartment, sucht man vergeblich Accessoires oder Möbelstücke von schwedischen Möbelhausketten. Sprich: “tipico italiano” ist es, wenn man höchsten Wert auf Qualität legt. Aus gutem Grund, quillt ein italienischer Kleiderschrank nicht über. Viel mehr handelt es sich dann bei der Garderobe um ein wohl sortiertes Sammelsurium an feinen, hochwertigen Luxusgütern. Dabei kann manchmal das Credo “weniger ist mehr” vorherrschen und manchmal “viel hilft viel” – den Unterschied zu kennen: Das ist der Schlüssel beim italienischen Stil. Im Übrigen lassen aus gutem Grund viele italienische Firmen ihre Produkte nach wie vor im eigenen Land prooduzieren. „Made in Italy“ steht steht nach wie vor für Kreativität und Handwerkskunst. Kaum verwunderlich, dass Lederwaren, Kleidungsstücke aber auch Interieur-Pieces das Qualitätssiegel sichtbar tragen.

#3: Sich selbst und seinen Stil lieben

Eine feine Vase, eine elegante Handtasche, ein Paar hübsche Handschuhe: Italiener belohnen sich gerne selbst. Denn sie haben einen Hang zur Selbstliebe – und das ist wunderbar. Monica Belucci traf es beispielsweise in einem Interview mit fem.com auf den  Punkt, als sie sagte: “Ich bin eine Frau und habe Kurven. Wenn du von Natur aus dünn bist, ist das schön, aber wenn du rund bist, dann solltest du deinen Körper nicht ändern müssen.”  Und genau so verhält es sich mit dem italienischen Stil: Es geht um ein selbstbewusstes, unaufdringliches Auftreten. Sowohl in Sachen Mode, als auch im Interieur. Deswegen sieht man Italienierinnen nie in zu engen oder zu weiten Klamotten. Deswegen sind die Wohnungen in Italien immer Ausdruck des eigenen Wesens – und nie aus dem Katalog. Der italienische Stil ist immer ein Zelebrieren des eigenen Wesens.

#4: Liebe zum Detail

Die Italiener lieben es zwar klassisch und bequem – und peppen ihre Looks dann dennoch mit besonderen Details auf: Der Hosenanzug wird kombiniert mit pompösen Ohrringen. Die geradlinige, moderne Küche wird dank aufwendiger Blumengestecke oder einer extravaganten Skulptur zum Lieblingsraum. Kurzum: Der Teufel trägt zwar Prada. Liegt aber eben auch im Detail.

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