Ich hätte mir wohl keinen schöneren Ort für meine ersten Ski-Versuche aussuchen können als Obertauern in Österreich. Schneebedeckte Berglandschaften, unzählige Wintersportaktivitäten und eine unerwartete kulinarische Vielfalt bescherten mir herrliche Tage im Winterwonderland nahe Salzburg. 

btr

Der ICE brachte mich vom regnerischen Berlin ins bereits winterliche München. Mit dem Auto ging es weiter: Die ersten schneebedeckten Hügel steigerten meine Vorfreude allmählich. Aus den Hügeln wurden Berge und mein Herz pochte stark in meiner Brust. Sogar ein paar kleine Tränen stiegen mir in die Augen, als ich die ersten richtigen Berge sah, die stolz in den Himmel ragten. Der Anblick dieser Kolosse berührt mich jedes Mal aufs Neue. Zudem ist die landschaftliche Vielfalt der Region atemberaubend. Verwunschene Nadelwälder und gefrorene Bäche, eingehüllt in eine glitzernde Schneedecke, ziehen mich in ihren mystischen Bann. Der Schnee knackte unter meinen Schuhen, während in der Ferne die Après Ski Hits spielten und mir wurde klar: aufregende Tage stehen mir bevor.

Faszination Wintersport: Besser spät als nie

Man muss kein Skisportkenner sein um zu erahnen, dass die Region Obertauern einiges für Wintersportfreunde zu bieten hat: Pisten auf 100 km, davon sind 61 km als leicht (blaue Pistentafeln), 35 km als mittel (rote Pistentafeln) und 4 km als schwierig (schwarze Pistentafeln), nach internationalem Standard, deklariert. Mir war nicht bewusst wie viele Aktivitäten so ein Schneegebiet hergibt: Eisklettern, Snowkiten, Langlauf, Rodeln oder Segway-Touren sind nur einige Beispiele. Zu vielen von diesen Aktivitäten gehört sicher eine große Portion Mut oder Wahnsinn – in jedem Fall kommt der Spaß nicht zu kurz. Ich lernte die Grundlagen des Skifahrens von einem netten Skilehrer und kann nun auch endlich verstehen, woher die Faszination Wintersport kommt. 

Mein Entgegner: Snowbiken 


In den vielzähligen Skischulen gibt es Lehrer und Guides für jeden Bereich. Wir wendeten uns an die Snowbikeschule von Hermann Koch mit unserem Wunsch, die neue Trendsportart Snowbiken auszuprobieren. Hermann Koch hält viele Rekorde auf dem Gefährt, das aussieht wie eine Kombination aus Schlitten und Fahrrad. Nach einer kurzen Einführung ging es direkt auf den Berg. Für mich war bereits die Fahrt auf dem Lift ein Abenteuer – wo ich doch erst kürzlich überhaupt zum ersten Mal auf den Skiern stand. Ich kann nicht behaupten, mich mit Ruhm bekleckert zu haben, auf unserem Weg nach unten. Koordination und Gleichgewicht sind in Verbindung mit Glätte und Geschwindigkeit offenbar nicht meine Stärke – musste ich feststellen, als ich wiederholt die Kurve nicht bekam, oder auf meinem Hintern anstatt auf dem Bike, den Berg runter rutschte. Spaß hatte ich dennoch jede Menge und Hermann Koch geleitete mich geduldig bis ans Ziel.


Hermann Koch hat nicht nur diverse Rekorde im Schnee aufgestellt – er ist auch ein echter Romantiker. Gemeinsam mit seiner Frau bestritt er den kompletten Jakobsweg. Am Ende dieser mutigen Mission haben die beiden sich dann trauen lassen. Nachzulesen ist diese ungewöhnliche und herzerwärmende Lovestory in seinem Buch „Ich hab‘ mich getraut“


Gütesiegel vom Profi: Maria Höfl Riesch ist Schneebotschafterin 

Ein weiteres Highlight meines Aufenthalts im malerischen Obertauern war ein Nachmittag mit Maria Höfl-Riesch, zu dem uns das Bio-Unternehmen Sonnentor eingeladen hat. Die Athletin ist nämlich nicht nur Doppel-Olympiasiegerin und Weltmeisterin, sondern auch „Schneebotschafterin“ für Obertauern. Sie schätzt die Region besonders wegen der hervorragenden Pisten, der Schneegarantie und den landschaftlichen Besonderheiten, erzählt sie im Gespräch. Aber auch die Gastfreundschaft und die Lokalitäten außerhalb der Piste heben Obertauern von anderen Skigebieten ab.

Mehr als nur Kässpäzten und Germknödel

Für mich stand es eigentlich außer Frage, dass in den Restaurants in einem Österreichischen Skigebiet, traditionelle Hausmannskost kredenzt wird. Entsprechend überrascht war ich über die kulinarische Vielfalt abseits von Kaiserschmarrn und Co. Beispielsweise habe ich das beste Sushi, das ich jemals gekostet habe, im FRITZ & FRIEDRICH gegessen – zubereitet und serviert von den charmantesten Gastronomen Österreichs und zu stimmungsvoller Live-Musik einer Reggae Live-Band. Diese Kombination mag seltsam anmuten, bescherte mir und meinem Gaumen allerdings einen denkwürdigen Abend. Die Aufzählung der unterschiedlichen Sushi-Kreationen ist zu profan. Ich hoffe die Bilder sprechen für sich.

Als Liebhaberin von Wald und Wiese fühlte ich mich im Restaurant Almschlössl besonders wohl. Meine Faszination, über die beeindruckenden Jadgd-Trophäen, die die Wände in dem Lokal schmücken, war grenzenlos. Nur die Faszination über die perfekt zubereitete Wild-Platte war größer. Ich fand die Beschreibung „das Essen war ein Gedicht“ bisher immer befremdlich – aber bei diesem Gericht kamen auch mir poetische Gedanken.

Trotz meines übermäßigen Jubels, wegen des perfekten Fleisches und Fisches, das ich essen durfte, ist mir nicht entgangen, dass auch im Salzburger Land die Foodtrends unserer Tage Gehör finden – die meisten Restaurants führen auf ihrer Karte vegetarische und vegane Gerichte, die nicht nur aus Salat bestehen, sondern kreativ und köstlich sind.

Jedem sein Obertauern

Der Leitspruch von Obertauern „Jedem sein Obertauern“ ist so treffend wie die Schneegarantie vor Ort (Die Garantie auf Schnee in Obertauern, aufgrund der besonderen Wetterkonstellation, wurde sogar von einer Studie bestätigt). Das reiche Angebot an Wintersportaktivitäten macht sowohl den Einsteiger als auch den Profi glücklich. Die liebevoll geführten Unterkünfte und Hotels bieten sowohl Raum für die höchsten, als auch für bescheidene Ansprüche. Ich habe mich in meinen vier Tagen Aufenthalt überall willkommen gefühlt und komme sicher wieder, um mich noch mehr in Obertauern zu verlieben (falls das überhaupt möglich ist).     




Für diese Pressereise wurde ich freundlicherweise von AVIAREPS Tourism GmbH von eingeladen. 


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