Entspannt in den Ruhestand? | 3 Fragen zur Altersvorsorge

Altersvorsorge

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Altersvorsorge? Das Thema scheint für viele noch nicht aktuell zu sein. Schließlich sind wir noch jung und wollen das Leben in vollen Zügen genießen. Sich so früh wie möglich Gedanken darüber zu machen, wie man im Alter über die Runden kommt, zahlt sich später jedoch aus. Denn auch wenn wir jetzt noch gesund und aktiv sind – Krankheiten oder finanzielle Engpässe können jeden treffen, auch schon in jüngeren Jahren. Wir beantworten die wichtigsten Fragen zur Rente und nennen einige Optionen, mit denen sich ein Finanzpolster fürs Alter aufbauen lässt.

Wie viel staatliche Rente man später bekommt und welche Rentenangebote es außerdem noch gibt, das kann durchaus verwirren. Riester-, Rürup- oder private Rentenversicherung? Denn eines steht auf jeden Fall fest: Die gesetzliche Rente allein wird für jetzt noch junge Menschen nicht ausreichen. Diese Möglichkeiten habt ihr, anderweitig vorzusorgen:

Riestern: Lohnt sich das?

Sowohl die Riester- als auch die Rürup-Rente sollen Arbeitnehmern dabei helfen, privat fürs Alter vorzusorgen – mit staatlicher Unterstützung. Denn mit der Rentenreform von 2001 ist die Höhe des Betrags, den wir im Alter vom Staat bekommen, deutlich gesunken. Um das abzufedern, gibt es seitdem die Möglichkeit, einen Riester-Vertrag abzuschließen. Grundsätzlich kann jeder pflichtversicherte Arbeitnehmer „riestern“ – sei es mit Wohn-Riester, einem Banksparplan oder einer klassischen Rentenversicherung. Wie viel Geld ihr monatlich in die Riester-Rente investieren müsst, hängt von mehreren Faktoren ab. Dazu zählt zum einen euer Gehalt. Aber auch, ob ihr Kinder habt, verheiratet seid oder Krankengeld bezieht, spielt eine Rolle.

Rürup-Rente: Für Freiberufler attraktiv?

Die Rürup-Rente ist auch unter der Bezeichnung „Basisrente“ bekannt. Sie lohnt sich vor allem für Selbstständige, Freiberufler und Besserverdiener. Aber auch, wenn ihr beispielsweise als Lehrer verbeamtet seid, könnt ihr von der Rürup-Rente mehr profitieren als von der Riester-Rente. Vereinfacht lässt sich das Prinzip so zusammenfassen: Zahlt ihr viel Steuern, erhaltet ihr mit der Rürup-Rente Vergünstigungen und habt im Alter ein finanzielles Polster. Jedes Jahr könnt ihr einen höheren Anteil der Beiträge für die Rürup-Rente steuerlich absetzen – ab 2025 sind es 100 Prozent. Die Rürup-Vorsorge basiert meistens auf einer klassischen oder fondsgebundenen Rentenversicherung oder einem Fondssparplan.

Sparen und Geld anlegen: Eine sichere Variante?

Mich hat es schon überrascht: Jeder Zweite legt überhaupt nichts fürs Alter zurück. Das ergab eine aktuelle Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Toluna. Einige haben schlichtweg nicht genug Geld im Monat übrig, anderen ist das Thema Altersvorsorge zu kompliziert. Letzteres kann ich allerdings gut verstehen: Wer behält bei den vielen Möglichkeiten überhaupt noch den Überblick und was lohnt sich tatsächlich? Manche setzen auf eine Immobilie als Wertanlage; dafür braucht man allerdings erstmal das nötige Kapital. Und ob die Zinsen für Baukredite weiterhin so niedrig bleiben, ist auch nicht garantiert. Das Gleiche gilt für Aktien und Fonds: Wer weiß schon, was in Zukunft an der Börse passiert? Ein gewisses Risiko gibt es also immer.

Wer wissen will, ob sein Geld im Alter reicht, kann übrigens auf eine einfache Faustregel zurückgreifen: Mit 80 Prozent des letzten Nettoeinkommens könnt ihr den Lebensstandard halten, den ihr vor dem Ruhestand hattet. Ich rate euch aber dazu, einen Puffer einzuplanen. Denn im Leben kommt es oft anders, als man denkt.

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