Brustvergrößerung | Von Sorgen, Nöten und Risiken

Brustvergroesserung

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Erst kürzlich las ich einen interessanten Erfahrungsbericht in der ELLE: Die Redakteurin hatte sich einer Brustvergrößerung unterzogen und erzählt von diesem Eingriff offen in ihrem Artikel. Das hat mich bewogen, einmal genauer zu recherchieren. Welche Sorgen, welche Nöte treiben die Patientinnen an, sich unter das Messer zu legen? Und welche Risiken gibt’s dabei? Wir haben den Münchner Spezialisten Dr. Klöppel einmal genauer gefragt.

Wer glaubt, die Beweggründe für eine Schönheits-OP sind meist oberflächlicher Natur, der irrt. In der Regel geht es den Patienten und Patientinnen nicht nur um die Optimierung des eigenen Körpers und die Anpassung an gesellschaftliche Normen – sondern um viel mehr: Um das eigene Selbstwertgefühl und um mehr Lebensfreude. Aus gutem Grund übernimmt die Krankenkasse, beispielsweise bei extremer seelischer Beeinträchtigung, die Kosten für einen derartigen Eingriff. Dennoch ist die Brustvergrößerung immer noch nicht salonfähig.

Brustvergrößerung: Welche Risiken birgt der Eingriff?

Dabei ist eigentlich gar nicht so viel dabei: So wie sich andere ihre Falten behandeln lassen, ihre Zähne bleachen, ihre Haare färben, ihre Nägel verlängern lassen, lassen sich immerhin 200.000 Frauen pro Jahr die Brüste vergrößern. Zugegeben: Ein derartiger Eingriff kostet mehr, als der Gang zum Friseur – bei dem Spezialisten Dr. Klöppel liegen die Kosten für eine Brustvergrößerung zwischen 6.900 und 7.900 Euro. Und selbstverständlich birgt die Operation auch mehr Risiken, als beispielsweise das Bleaching der Zähne. Doch wo genau liegen eigentlich die Risiken?

„Zum einen kann es zu allgemeinen Operationskomplikationen der Narkose und zum anderen auch zu chirurgischen Risiken wie beispielsweise zu Blutungen, Wundheilungsstörungen sowie Infektionen kommen“, erklärt der Münchner Facharzt für Ästhetische Chirurgie & Medizin, Dr. Klöppel. Der Spezialist führte in seinen 18 Jahren Erfahrung bereits über 1.500 Brustvergrößerungen durch und klärt all seine Patientinnen über die möglichen Risiken auf, die vor allem durch kontinuierliche und strenge Überwachung der Hygienestandards vermieden werden können. „Bei etwa 3% der Patientinnen, welche sich einer Brustvergrößerung mit Implantaten unterzogen haben, kann sich über die Jahre eine sogenannte Kapselfibrose bilden“, ergänzt Dr. Klöppel. Damit ist das Entstehen einer Hülle aus verdicktem und verhärtetem Bindegewebe gemeint, die der Organismus rund um das eingesetzte Implantat bildet. Gegebenenfalls ist dann eine korrigierende Operation von Nöten. „Prinzipiell sollte etwa 10 Jahre nach dem Einsatz des Implantats eine bildgebende Materialprüfung durchgeführt werden“, so Dr. Klöppel.

 

Was hilft, um den Patientinnen einer Brustvergrößerung Sorgen und Ängste zu nehmen?

Zudem ist es besonders wichtig, dass die Patientin eine gute Bindung und ein Vertrauensverhältnis zu ihrem behandelnden Chirurgen und seinem Team aufbaut. „Ein gegenseitiges Verständnis ist maßgeblich“, bestätigt Dr. Klöppel. Zudem sollte sich der behandelnde Arzt genügend Zeit nehmen, um vor der Operation in ausführlichen Beratungsgesprächen auf die Nöte der Patientinnen einzugehen – und zwar individuell. Eine Lösung nach Schema F gibt es bei einem derart sensiblen Thema nicht. „Ein Beratungsgespräch verlangt viel Empathie, Zeit und Einfühlungsvermögen in die tatsächlichen Belange des Patienten“, weiß auch der Münchner Experte.

Zusätzlich ist es hilfreich, sich vollständig über den Eingriff zu informieren. So haben Dr. Klöppel und seine Kollegen alle Informationen zum Thema Brustvergrößerung in München oder anderorts ausführlich aufgelistet – von der Durchführung, über die Nachbehandlung bis hin zu den möglichen Finanzierungsoptionen. Beispielsweise gibt es zwei verschiedene Arten der Brustvergrößerung. Bei der klassischen Brustvergrößerung wird der Schnitt unter der Brust gesetzt, das Implantat kann über oder teilweise unter den Brustmuskel oder komplett unter die Muskeln platziert werden. Bei der endoskopischen Brustvergrößerung werden hingegen nur kleine Schnitte gesetzt. Die Brustimplantate werden mit Unterstützung einer winzigen Kamera über die Achselhöhle eingebracht. Der Vorteil: Durch die kleinen Schnitte geht die Wundheilung nach dem Eingriff rasch voran.

Allerdings: In Deutschland ist dieses Verfahren noch nicht so verbreitet, da es erst wenige Fachärzte der plastischen Chirurgie gibt, die sich wie Dr. med. Markus Klöppel auf die endoskopische Methode spezialisiert haben. Das heißt: Das wichtigste bei einer Brustvergrößerung ist schlussendlich der Arzt und dessen Erfahrungen. Meist sind renommierte und erfahrene Chirurgen nicht die günstigsten – aber das sollte einem die Gesundheit stets wert sein.

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