Urban Gardening | Genussvolle Selbstversorgung in der Großstadt

 

Urban Gardening

© Photo by Tom Ezzatkhah on Unsplash

Entspannt durch den Garten spazieren und dabei eigenes Obst und Gemüse ernten – wer würde das ablehnen?
Leider ist der eigene Garten zur Rarität geworden. Besonders in der Stadt wird es schwierig, wenn man sich an selbst angebauten Pflanzen erfreuen oder in privater Atmosphäre im Grünen erholen möchte. Zum Glück gibt es einen Trend, der die Erfüllung dieser Wünsche auch auf engstem Raum ermöglicht: Urban Gardening lauten die Zauberworte.

Diese Art des Gartenbaus ist im städtischen Umfeld zu finden. Sie konzentriert sich auf die nachhaltige Bewirtschaftung kleiner Flächen. Dabei wird besonders auf einen umweltschonenden Anbau von Nutzpflanzen geachtet.
Zwar werden vereinzelt auch Zierpflanzen angebaut – aber das ist eher selten, da es beim Urban Gardening hauptsächlich darum geht den Umweltsünden, welche aus starkem Bevölkerungswachstum resultieren, etwas entgegenzusetzen.
Schließlich möchten Großstadtbewohner nicht nur wohnen, arbeiten und Latte Macchiato schlürfen, sondern brauchen auch Vitamine und Ballaststoffe für eine gesunde und ausgewogene Ernährung. Und die sollten bitte nicht tausende Kilometer um den Globus geflogen oder mit Pestiziden behandelt sein.

Einfach ein eigenes Projekt starten

Dazu braucht es nur etwas Fachwissen und Kreativität. Wer sich vorher Gedanken über Saatgut, Pflanzen, Werkzeug sowie Hilfsmittel und Himmelsrichtung macht, wird auch erfolgreich ernten. Eine große Auswahl an Saatgut und Pflanzen gibt es bei Hellweg.de.

Zuerst ist ein sonniger Platz notwendig. Das kann ein Vor- oder Hofgarten sein oder jede andere ungenutzte Grünfläche. Aber auch ein Balkon oder eine Terrasse mit genügend Sonneneinstrahlung eignen sich für die private Farm. Die besten Voraussetzungen für üppige Ernten haben die Besitzer einer Dachterrasse.

Als nächstes stehen Pflanzgefäße auf der Einkaufsliste – wobei diese Liste nur umgangssprachlich eine Einkaufsliste ist. Denn beim Urban Gardening wird Recycling groß geschrieben. Daher eignen sich Dinge wie leere Tetra Paks oder Dosen, alte Gemüsekisten oder zu Pflanztaschen umfunktionierte Jutesäcke. Ein wenig Werkzeug ist auch wichtig – für Balkonkasten-Pflanzungen eignet sich altes Besteck. Wer Obstkisten nutzt, ist mit der Anschaffung einer kleinen Gartenschaufel auch für größere Anpflanzungen gerüstet.

Welche Pflanzen und welches Substrat man benötigt, hängt von den eigenen Präferenzen und den klimatischen Bedingungen des Anbauortes ab. Alles Notwendige kann man im Baumarkt erwerben. Aber es besteht auch die Möglichkeit sich mit anderen Stadtgärtnern zu vernetzen und sich gegenseitig zu helfen. Urban Gardening Communitys organisieren sich über soziale Netzwerke oder Internetforen um Pflanzen, Wissen und praktische Hilfe zu teilen. Wer sich mit dem Nahrungsmittelanbau in der Stadt bisher nicht auseinandergesetzt hat, bekommt hier die notwendige Starthilfe für ein eigenes Projekt oder erhält sogar die Möglichkeit sich bei bestehenden Projekten einzubinden. Alles was jetzt noch fehlt ist ein Minimum an handwerklichem Geschick, Geduld und gutes Wetter.

Urban Gardening passt für jeden

Es ist perfekt für alle Menschen geeignet, der sich schadstofffreie und genetisch unveränderte Lebensmittel wünschen. Schließlich versorgt ein kleiner Stadtgarten auf umweltverträgliche Art mit sozial gerecht produzierten Nahrungsmitteln. Gleichzeitig trägt er zur Verbesserung des Mikroklimas bei. Ein weiterer Vorteil ist die Möglichkeit der generationsübergreifenden Zusammenarbeit – Urban Gardening Projekte bringen Jung und Alt zusammen. So werden Arten erhalten, altes Wissen wird weitergegeben und die Unabhängigkeit von großen Saatgut- und Nahrungsmittelproduzenten sowie Naturkatastrophen in Zuliefererländern wird gefördert.