Ruegen

Quasi nur einen Katzensprung von Berlin entfernt liegt Rügen – Traum- und Lieblingsinsel vieler Deutschen und ein optimales Reiseziel für alle, die dem Großstadttrubel mal entkommen wollen. Schade finde ich jedoch, dass die meisten Menschen Rügen ausschließlich mit den Kreidefelsen und weißen Sandstränden verbinden – schließlich hat die Insel doch noch so viel mehr zu bieten. Wer Rügen also mal anders erleben möchte, kann sich an nachfolgenden (mehr oder weniger geheimen) Tipps orientieren und die Insel vielleicht von einer völlig neuen Seite kennenlernen.

Tipp #1: Das authentische Leben auf Rügen kennenlernen

Binz, Sellin oder Sassnitz gehören zweifelsohne zu den bekanntesten Orten Rügens und sind zu jeder Jahreszeit einen Besuch wert – insbesondere für Shoppingliebhaber wie mich. Denn in den schnuckeligen Kaufhäusern gibt es eigentlich alles, was das Herz begehrt – da ist ein Souvenir für Zuhause oder die Liebsten schnell gefunden. Wer es jedoch noch ein wenig uriger und vielleicht auch ein kleines Stück authentischer mag, der sollte das Dorf Groß Zicker besuchen. Das liegt im Naturschutzgebiet Mönchgut und versetzt einen ein wenig in vergangene Zeiten. Nicht ohne Grund nehmen immer Ferienwohnungsportale wie holidu das kleine Dörfchen mit in ihr Angebotsportfolio für Rügen auf, denn die zahlreichen und oftmals sehr liebevoll sanierten Reetdachhäuser und Gutshöfe laden einfach zum Träumen und Relaxen ein. Mein Geheimtipp: Ein Besuch in der Fischräucherei Dumrath. Dort bekommt man wirklich frischen Fisch aufgetischt, der leckerer nicht sein könnte.

Tipp #2: Andere Fotomotive als die Kreidefelsen finden

Ebenso sehenswert und vor allem nicht so überlaufen ist das Örtchen Pansevitz. Dort stehen die Überreste eines alten Schlosses aus dem 17. Jahrhundert, das sich perfekt als Hintergrund für so manches (Instagram-)Foto eignet. Die Ruine umgibt eine stille, ja fast mystische Aura, die man sich besonders bei Sonnenaufgang oder -untergang anschauen sollte. Ein nettes Plus ist auch der Ausblick, der einen von der Turmspitze aus erwartet.

Tipp #3: Einzigartige Aussichten genießen

Was gibt es Schöneres als tolle Aussichtsplattformen? Ich finde, bei einem ungehinderten Blick über das Meer, die Berge oder andere Naturphänomene kann man sich einfach herrlich entspannen und den Alltagsstress hinter sich lassen. Entsprechend verwundert es mich auch nicht, dass die bereits erwähnten Kreidefelsen ganz oben auf der Must-see-Liste der meisten Rügen-Urlauber stehen – schließlich sind sie ein einmaliges Naturschauspiel in Deutschland. Wer in seinem Urlaub jedoch lieber fernab der Touristenströme reisen möchte, kommt alternativ auch in dem kleinen Örtchen Moritzdorf auf seine Kosten. Dort gibt es einen kleinen Anlegehafen, an dem man mit einem kleinen Ruderboot über den Kanal schippern kann. Auf der anderen Seite angekommen, ahnt man schon, wohin ich als Nächstes möchte – die zahlreichen Holzstufen hinauf bis hin zum großen Hügel, der eine phänomenale Aussicht auf Baabe, den Greifswalder Bodden und den Selliner See bietet. Ein nettes Plus: Dort oben gibt es ein kleines Lokal, in dem man bei einem Kaffee oder einem leckeren Stück Kuchen von dem Aufstieg erholen kann. So idyllisch und ruhig hat man Rügen garantiert noch nicht erlebt.

Photo by Daniel von Appen on Unsplash

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