Nachhaltig Putzen | Ciao, Chemie!

Bereits kleine Veränderungen im Alltag können Großes verändern. Das habe ich Euch bereits in einem Artikel gezeigt, in dem ich Euch fünf grundlegende Tipps zum nachhaltigen Leben gegeben habe. Jetzt steigen wir ein wenig tiefer in die Materie ein. Denn gerade, wenn es darum geht, die Wohnung sauber zu halten, greifen die meisten zur Chemiekeule. Eigentlich seltsam: Menschen putzen nicht erst, seit in Chemielabors künstliche Reinigungsmittel zusammengemischt werden. Unsere Großeltern und Ur-Großeltern putzten einfach mit Essig, Alkohol oder natürlichen Seifen. Und nun, in Zeiten der Klimakrise, erleben ökologische Putzmittel eine Renaissance. Oder man greift einfach in Omas Trickkiste, um nachhaltige putzen zu können.

Nachhaltig Putzen: Der Glasreiniger

Auch wenn ich persönlich bekennende Fan von Glasreiniger bin. Das Problem: Viele Produkte enthalten Ammoniak. Sie erzeugen schädliche Dämpfe. Dabei eignet sich Essig und Wasser ebenso gut, um fettige Oberfläche ohne Chemikalien zu reinigen.

Dafür einfach etwas Essig, vier Mal so viel Wasser und ein paar Tropfen ätherisches Öl für den guten Duft in eine Sprühflasche geben. Und im Nu sind Glas oder andere Geräte streifenfrei.

Nachhaltig Putzen: Allzweckreiniger Zitrone

Es ist ein echter Alleskönner: Die Zitrone. Sie kann den Wasserkocher entkalken, die Toilette desinfizieren, die Wäsche weißen. Dafür einfach Zitronensäurepulver nach Verpackungsanleitung mit Wasser verdünnen. Wieder in eine Sprühflasche geben – dann habt ihr den Reiniger immer bereit. Eine besondere Lagerung des natürlichen Putzmittels ist nicht nötig.

Nachhaltig Putzen: Scheuermilch

Für Eure selbstgemachte Scheuermilch benötigt ihr 2-3 Teelöffel Kaiser-Natron, etwas Wasser und einen Spritzer Spülmittel. Am besten, ihr greift zu Spülmittel von der Marke Frosch. Die Verpackung sind aus wirklich recyceltem Plastik. Das ist ein recht aufwändiges und teures Verfahren, weswegen nicht viele Unternehmen darauf setzen. Fortgeschrittene gehen in einen Unverpackt-Laden – der befindet sich aber nicht an jeder Ecke. Zudem geht es ja darum, nachhaltiger im Alltag zu sein. Deswegen: Einfach auf Frosch-Putzmittel setzen. Fertig.

Wenn nun die Masse am Ende schön sämig ist, ist der Zustand perfekt. Zu wässrig? Kein Problem: Einfach noch etwas Natron beigeben. Die angerührte Menge reicht auf jeden Fall für das gesamte Badezimmer. Habt ihr wiederum die Scheuermilch nicht ganz aufgebraucht, könnt ihr sie antrocknen und bei Bedarf wieder mit etwas Wasser neu anrühren. Auch hier gilt: Eine Besondere Lagerung bedarf es nicht. It’s that simpel!

Nachhaltig Putzen: Weichspüler

Weichspüler belastet die Umwelt erwiesenermaßen, denn er enthält Weichmacher und Mikroplastik – dadurch ist Weichspüler der Endgegner aller Meeresbewohner, die Mikroplastik versehentlich verschlucken. Durch Weichspüler (aber auch Peeling und Duschgele) gelangt das Mikroplastik in unser Abwasser. Deswegen: gebt einfach ein wenig Essig ins Weichspülfach. Ja! Das ist wirklich wahr. Essig macht die Wäsche schön weich, die danach dennoch nicht stinkt. Versprochen! Ich sage: Einfach mal ausprobieren. 😉

Nachhaltig Putzen: Eure Einkaufsliste

  • wiederverwendbare Sprühflasche
  • Essig bzw. Essigessenz (Vorsicht! Letzteres hat eine viel höhere Konzentration und muss daher stärker verdünnt werden)
  • ätherische Öle
  • Backpulver
  • Zitronensäurepulver
  • Kaiser-Natron
  • Spülmittel, zum Beispiel von Frosch oder aus einem Unverpackt-Laden