Flaute im Bett | Tipps für ein erfülltes Sexleben

Sexleben

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Je länger Paare in einer Beziehung sind, desto wahrscheinlicher ist es, dass es im Bett nicht mehr so wild zugeht wie anfangs. Routine ist eingekehrt, der Alltag fordert seinen Tribut. Stress auf der Arbeit, Streitigkeiten mit Freunden oder in der Familie, die Angst davor, dem anderen nicht zu gefallen – es ist uns wohl allen schon mal passiert, dass wir beim Sex nicht ganz bei der Sache waren und der Bettsport nicht so erfüllend war wie erhofft. Wird das allerdings zum Dauerzustand, solltet ihr schleunigst etwas dagegen unternehmen – bevor eure Beziehung den Bach runtergeht. Mit diesen Tipps lässt sich das Feuer der Leidenschaft wieder entfachen.

Schlechter Sex, Orgasmus Fehlanzeige: Ursachenforschung betreiben

Ist der Sex nicht erfüllend, heißt es: Darüber reden, was uns selbst und dem Partner/der Partnerin gefällt. Leider ist insbesondere der weibliche Orgasmus immer noch ein Tabuthema – rund ein Vierte aller Frauen haben Schwierigkeiten zum Höhepunkt zu kommen. Manche hatten sogar noch nie die Freude. Man spricht im Volksmund von der “Orgasm Gap”.  Das gilt es zu ändern!

Wenn es um den Orgasmus der Frau geht, spricht man im gleichen Atemzug meist auch über den mysteriösen G-Punkt. Auch Männer besitzen eine derartige Zone für die Stimulation: “Der G-Punkt der Männer liegt in der Prostata”, erklärt die Sexualtherapeutin Diana Lüchem aus München. “Einige Männer können zum Orgasmus kommen, wenn die Prostata massiert wird, aber nicht alle. Bei den Frauen ist die Frage nach den G-Punkt ebenfalls eine lange Diskussion.” Am besten sei es, die Idee vom G-Punkt im Kopf zu haben und dann auf Entdeckungsreise zu gehen.

Den eigenen Körper kennen(-lernen) und trainieren

Seine persönlichen Vorlieben und die des anderen zu kennen, ist die Voraussetzung dafür, zum Höhepunkt zu kommen. Erforschen wir unsere Körper also ausgiebig – Spielzeug für mehr Action im Bett – gibt es schließlich genug!

Neben falscher Scham und Blockaden im Kopf kann die Ursache für schlechten Sex auch körperlicher Art sein, etwa wegen Prostatabeschwerden, Unterleibsoperationen oder durch einen geschwächten Beckenboden nach der Geburt. Frauen, die Schwierigkeiten haben, zum Orgasmus zu kommen, müssen das nicht als naturgegeben hinnehmen. Zum einen sind ein ausgedehntes Vorspiel und die Stimmung wichtig, damit wir uns entspannen können. Zum anderen schaffen gezielte Übungen für die Beckenbodenmuskulatur Abhilfe – damit lässt sich nicht nur das Risiko einer Blasenschwäche reduzieren, auch unser Empfinden beim Sex verbessert sich. Dem österreichischen Sexualtherapeuten Karl Stifter zufolge haben Frauen mit starken Beckenbodenmuskeln eine dreimal so große Chance, zum koitalen Orgasmus zu kommen. Männer können durch die Stärkung ihres Beckenbodens Erektionsstörungen vorbeugen; zudem sorgt das bewusste Anspannen und Lockerlassen für intensivere Höhepunkte.

Ergo: Eine Win-Win-Situation für beide Geschlechter – das wusste schon Samantha aus Sex And The City! Sie sorgte in der Serie mit Kegel-Übungen für Lust statt Frust.