Mittlerweile spielt jeder zweite Deutsche in der Freizeit am Computer, Tablet oder Handy. War Gaming bis vor wenigen Jahren noch vorwiegend die Lieblingsbeschäftigung der Jugendlichen, so steigen jetzt auch immer mehr Erwachsene auf dieses Hobby über. Fernsehschauen ist out, Gaming ist in. Dieses Motto ist bei vielen 40-Jährigen der Fall, die bewusst auf den Fernseher am Abend verzichten und sich z.B. lieber den Sound von Sound von Slotmaschinen anhören und dabei auch noch sehr viel Spaß haben. Aber warum sollen musikbezogene Spielautomaten viel interessanter als der Fernseher sein?

Ab einem bestimmten Alter wird Fernsehschauen irgendwann im Laufe der Jahre langweilig. Es werden im Prinzip immer nur die gleichen Shows und Serien geboten, so dass sehr viel Zeit beim Zapping verlorengeht. Klar, dass man sich dabei sicherlich nicht besonders gut entspannen kann und auch die Tüte Chips oder Schokolade viel zu schnell aufgebraucht ist. Gute Filme gibt es eigentlich nur noch bei kostenpflichtigen Streaming Diensten zu sehen, aber wer hat schon Lust auf Flatrates, wenn es doch im Internet unzählige Unterhaltungsmöglichkeiten gibt?

Was ist die Lieblingsbeschäftigung der Deutschen in ihrer Freizeit?

Im Durchschnitt haben die Deutschen 4 Stunden Freizeit am Tag, die sie am liebsten daheim verbringen. Laut einer interessanten Studie von der Stiftung für Zukunftsfragen, zählen die Nutzung vom Handy (allerdings nicht um damit zu telefonieren) und das Internet zu den beliebtesten Freizeitaktivitäten. Online-Games stehen deshalb mit auf der Liste der Lieblingsbeschäftigungen. Für Jugendliche beispielsweise sind Spiele eher eine sportliche Herausforderung, weshalb sie auch stundenlang in ihrer Freizeit spielen können. Erwachsene hingegen finden dabei Entspannung pur. Allerdings kommt es dabei auch auf die Auswahl der Spiele an, denn wer z.B. in einem Online-Casino am Gewinnen ist, wird sicherlich nicht so schnell aufhören wollen.

Bei einem typischen Fernsehabend auf dem Sofa haben viele Menschen das Gefühl, etwas Wichtiges zu verpassen. Es können sich sogar Schuldgefühle einstellen, wenn man keine Lust zum Aufräumen oder Wäschewaschen hat und sich dafür lieber eine Serie ansehen will. Wie oft haben wir das hinterher schon wegen der Zeitverschwendung (bei einem schlechten Film) bereut? Kein Wunder also, wenn der Fernseher nicht unbedingt zur gewünschten Entspannung beiträgt.

Spielen als Therapie

Das Gehirn ist mit spannenden Aktivitäten beschäftigt, weshalb die Schmerzwahrnehmung deutlich nachlässt. Bei einem Film im Fernsehen, der nicht durch Spannung oder Aktion überzeugt, denkt man dagegen viel häufiger an den Schmerz. Spiele machen übrigens überhaupt nicht dumm, faul oder süchtig, denn sonst könnte man diesen Effekt auch den täglichen Fernsehabenden zuschreiben oder Personen, die sich keine Folge ihrer Lieblingsserie entgehen lassen möchten. Games können die Geschicklichkeit erhöhen, die Konzentrationsfähigkeit, Kreativität und auch zu einem besseren sozialen Verhalten beitragen. Fest steht auf jeden Fall, dass es für ein intensives Spielvergnügen keine vorgeschriebenen Altersgrenzen gibt.

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