Tipps beim Uhrenkauf | Das musst Du beachten

Tipps beim Uhrenkauf

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Schluss mit Noname-Marken und Lifestyle-Brands, die von Influencer*innen getragen werden. Du willst Dir mal was leisten – eine richtig schicke Uhr soll es sein. Doch in der Welt der Haute Horlogerie kennst Du Dich so gar nicht aus? Kein Problem. Ich hab ein paar Tipps für den Uhrenkauf zusammengestellt.

Tipps für den Uhrenkauf #1: Schweizer oder Deutsche Uhrenmarken

Wer hat’s erfunden? Natürlich die Schweizer. Die gehobene Uhrmacherkunst ist seit jeher mit der DNA unseres Nachbarlandes verstrickt. Und keine Frage: Die legendären Uhrenmarken wie Patek Philippe, IWC Schaffhausen oder Jaeger LeCoultre – sie alle haben ihren Sitz in der Schweiz. Doch auch hierzulande fertigen feine Manufakturen anspruchsvolle Zeitmesser. Insbesondere im sächsischen Glashütte sitzen beispielsweise Uhrenhersteller wie A. Lange & Söhne oder Glashütte Original. In Hamburg sitzt wiederum Montblanc, in Berlin der traditionsreiche Uhrmachermeister P. Nitzsche. Kurzum: Erlaubt ist, was gefällt. Wenn Deine Uhr nicht aus der Schweiz stammt, bedeutet das noch lange nicht, dass Du keinen Sinn für Qualität oder Handwerkskunst hast. Wer etwas anderes behauptet, entpuppt sich schlichtweg nur als Nicht-Kenner.

Tipps für den Uhrenkauf #2: Auf Wasserdichtigkeit achten

Eine gute Uhr muss so einiges abkönnen – auch den Sprung ins Meer oder in den See. Deswegen gilt es beim Uhrenkauf in jedem Fall auf die Wasserdichtigkeit zu achten. Die ist bei dem Zeitmesser in bar angegeben. Dabei handelt es sich um eine physikalische Einheit. Dennoch musst Du kein Ass in Naturwissenschaften sein, um zu erkennen, wie wasserdicht eine Uhr ist. Als Richtwert: 3 bar heißt, dass der Zeitmesser nur ein paar Wasserspritzer aushalten kann. 5 bar heißt, dass man die Uhr unter der Dusche oder in der Badewanne tragen kann.  Fürs Schwimmen eignen sich allerdings erst Modelle ab einem Wert von 10 bar. Also lieber eine Uhr mit 10 bar oder höher wählen! Wäre ja schade um das teure Teil…

Tipps für den Uhrenkauf #3: Service & Reparatur

Ganz egal, wie sorgsam Du mit Deiner Uhr auch umgehst: Hin und wieder ist eine Reparatur oder eine Wartung nötig. Deswegen ist es sinnvoll, bereits beim Kauf zu klären, wer die fällige Reparatur oder Revision vornimmt, wenn der Zeitmesser beschädigt ist – oder routinemäßig zur Überprüfung in die Werkstatt muss. Vielleicht hat Dein Händler sogar selbst Uhrmacher beschäftigt, die zertifiziert sind, Deine Markenuhr zu reparieren. Das ist ein besonders praktisches Szenario. Muss das gute Stück wiederum in die Manufaktur gesendet werden, muss ein wenig mehr Zeit einberechnet werden.

Erwähnenswert an dieser Stelle ist auch: Das Vertrauensverhältnis zum Händler ist maßgeblich. Ist er freundlich, kompetent, konnte er Dir alle Fragen bezüglich Service beantworten und hat er Dir vielleicht sogar einen kleinen Rabatt gegeben – dann halte die gute Beziehung. Er wird Dir ein guter Ratgeber bei allen Fragen sein.

Tipps für den Uhrenkauf #4: Achte auf das Glas

Je besser das Glas, umso reiner ist es. Das Nonplusultra ist dabei das Saphirglas. Es ist besonders widerstandsfähig. Und das aus gutem Grund: Der Saphir ist nach dem Diamanten das härteste transparente Material dieser Welt. Nur gibt es einen Nachteil: Es kann reflektieren. Doch auch da haben sich Uhrmacher mittlerweile etwas einfallen lassen. So gibt es entspiegeltes Saphirglas, dass den ungestörten Blick auf Zifferblatt und teilweise sogar Uhrwerk freigibt.

Tipps für den Uhrenkauf #5: Die Krone

Gerade, wer sich für eine mechanische Uhr zum Aufziehen interessiert, sollte Wert auf die Krone legen: Denn mit ihrer Hilfe wird die Uhr aufgezogen. Insofern gilt: Eine leichte Handhabung und eine gute Verarbeitung.

Doch Hand aufs Herz: Bei all den Tipps gilt natürlich vor allem: Die Uhr muss Dir gefallen und am besten robust sein. Dann hast Du viel Freude mit Deinem schicken Zeitmesser. Und das über Jahre und Jahrzehnte hinweg.