Stylewatch | Es ist Zeit für die Uhrentrends 2018

Uhrentrends 2018

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Chronometer, Zeiteisen, Uhren – die komplexen Gebilde aus Zeigern und Zahnrädern sind stilvolle Zierde fürs Handgelenk und trotzen den Digitalanzeigen auf Smartphones und -watches. Denn für viele sind Analoguhren inzwischen vor allem ein Modeaccessoire, welches das Stilvolle mit dem Praktischen verbindet. Was aktuell in Mode ist, bestimmen Branchenexperten wie Carlo Giordanetti ebenso wie die populären Fashionblogger auf Instagram und die Industriegrößen auf der Luxus-Uhrenmesse SIHH in Genf. Deren Prognose: Die Uhrentrends des Jahres 2018 könnten gegensätzlicher kaum sein, denn sie loten ein breites Spektrum aus, das sich von einem Extrem zum anderen erstreckt.

Los geht die Zeitreise mit dem großen Traditionsuhrenhersteller Tissot. Dieser ist zwar eher für seine modernen Kollektionen aus Multifunktionsuhren mit 18-karätigen Goldgehäusen bekannt, ist aber auch in der Kategorie Damenuhren mit wahren Schönheiten vertreten, die an Formenvielfalt und Kreativität kaum zu überbieten sind. Damit passen sie perfekt in den ersten Trend auf der Liste: Extravaganz! Egal ob gemusterte Bänder, verzierte Zifferblätter oder filigrane Verzierungen – die Armbanduhr soll dieses Jahr zum Schmuckstück der Extraklasse avancieren und auch stolz als solches getragen werden. Besonders dürfen auch die Rohstoffe fürs Gehäuse sein: Carbon ist überaus hautverträglich und überzeugt mit seinem mattschwarzen Glanz. Bronze hat wiederum die interessante Eigenschaft, im Laufe der Zeit durch Umwelteinwirkungen seine Farbe zu verändern.

Genauso ausgefallen wie die Aufmachung der Uhr dürfen dieses Jahr auch die Farben sein. Zu den Trendtönen gehören Blau, Rot und Rosa, hinzu kommen Streifen und andere Muster. Die bunten Modelle vieler Hersteller kann man dabei mehr oder weniger als “unisex” ansehen, da sie keine strikt weiblichen oder männlichen Eigenschaften aufweisen. Eine einfarbige Uhr kann man bestens mit Schuhen, Gürtel oder Hut desselben Tons kombinieren. Oder aber man trägt eine schrille Regenbogenvariante als Eyecatcher zu einem eher zurückhaltenden Outfit. Bunte Uhren werden wir vor allem im Sommer wiedersehen, wenn sie nicht mehr unter langen Ärmeln versteckt sind.

Zuletzt gibt es Besuch aus der glorreichen Vergangenheit: Klassische, zeitlose Armbanduhren sowie Neuauflagen alter Verkaufsschlager von Rolex oder Omega sind aktuell vor allem bei jungen Frauen beliebt. Die bevorzugten Materialien sind Gold, Roségold oder Silber, aber auch die allseits bewährten Metalle Titan und Stahl dürfen ans Handgelenk. Je nach Budget gehen auch edle Lederbänder oder Uhren aus Kunststoff im dezentem Weiß oder Schwarz. Ganz getreu dem Neuen Minimalismus, der sich bereits in der Mode-, Schmuck- und Interieur-Branche breitgemacht hat, soll die Uhr wieder auf das reduziert werden, was sie einst war: Eine Uhr in ihrer Grundform und -funktion. Das bedeutet auch eine Rückkehr zu den kleinen und leichten Midsize-Gehäusen in Stärken von 36 bis 37 Millimetern. Ein gutes Beispiel für solche schlichten, aber geschmackvollen Understatement-Zeitmesser liefert das spanische Label MAM Originals, das im Blog bereits vorgestellt wurde.