Smart Drunk | Die wundersame Katerpille im Test

Smart Drunk

Wer mich kennt, der weiß: Ich liebe Aperol Spritz. Wäre es nicht äußerst bedenklich, würde ich das italienische Nationalgetränk täglich trinken. Tu‘ ich aber nicht. Aus gesundheitlichen Gründen, versteht sich, und weil ich – je älter ich werde – manchmal bereits nach drei Gläsern einen fiesen Kater habe. Ach, gäbe es doch nur eine Pille, die gegen die gemeinen Begleiterscheinungen nach dem Alkoholgenuss hilft. Moment Mal! Die gibt es! Der Berliner Gründer Boris Bier (ja, der heißt wirklich so) hat eine Pille namens Smart Drunk erfunden, die erste Kapsel weltweit, die gegen den Kater wirkt, bevor er überhaupt entsteht. Das Geheimnis soll in der Nashi-Birne liegen. Doch kann das wirklich sein? Das wollte ich wissen: Ich habe Smart Drunk ausprobiert.

Zugegeben: Man hat schon öfter mal von Medikamenten gehört, die gegen den Kater am nächsten Morgen helfen sollen. Meinen Glauben habe ich dem Ganzen aber nie geschenkt. Ich schwörte bisher nur auf eines: Wasser, etwas frische Luft und eine Ibuprofen. Das Besondere an der Katerpille Smart Drunk im Gegensatz zu anderen Produkte ist aber: Sie bekämpft nicht die Hangover-Symptome am nächsten Tag, sie lässt sie gar nicht erst entstehen. Denn bestenfalls nimmt man Smart Drunk VOR dem Alkohlgenuss ein. Zwei Kapseln, so die Verzehrempfehlung, mit einem großen Glas Wasser – und die Kopfschmerzen, die Übelkeit, die Mattigkeit sollen am nächsten Tag zumindest erheblich eingedämmt sein. Und wenn doch noch ein Restkater zu spüren ist, nimmt man einfach eine weitere Smart Drunk ein. Bedenklich sei das nicht: Denn die Katerpillen aus Berlin sind rein natürlich, also kein Medikament – insofern gibt’s auch keine fiesen Nebenwirkungen.

Smart Drunk Test Erfahrung

Smart Drunk: Das Geheimnis der Nashi Birne

Das Geheimnis von Smart Drunk liegt in der sagenumwobenen Nashi Birne. Die kannte ich bisher nur von lächerlich kleinen Desserts, die in gehobenen, Michelin-besternen Restaurants serviert werden. Doch tatsächlich haben australische Forscher der CSIRO in Canberra herausgefunden: Der Saft der ostasiatischen Nashi-Birne vermindert den Alkohol-Kater, wenn man ihn vor dem Genuss von Aperol Spritz und Co. zu sich nimmt. „Die Birne unterstützt die Schlüsselenzyme, die beim so genannten Alkoholmetabolismus und somit für die Eliminierung und Hemmung der Alkoholaufnahme zuständig sind“, bestätigte die Leiterin der Sudie Prof. Professor Manny Noakes in einem Interview, nachdem die Studie 2015 veröffentlicht wurde.

Auf ebendiese Studie stieß der Berliner Boris Bier im Rahmen seiner Uni-Abschlussarbeit durch Zufall. Da kam ihm die Idee: Es muss doch einen praktischeren Weg geben, als vor dem Alkoholgenuss mindestens 220 Millitier Birnensaft zu trinken – erst Recht, wenn es sich um den Saft der Nashi-Birne handelt (die es hierzulande nicht überall gibt). Also tat sich Boris Bier mit einem Biologen zusammen, gründete das Berliner Startup Real Organics, importierte mit Hilfe von Investoren Tonnenweise Birnen und entwickelte die Katerpillen Smart Drunk. Dafür werden die Nashi-Birnen getrocknet und in Pulverform gebracht. „Das passiert bei niedrigen Temperaturen, damit die Enzyme nicht zerstört werden“, erklärt Boris im Interview mit BILD.

Smart Drunk Test Erfahrung

Und wie wirkt nun Smart Drunk? Der Selbsttest

Die bereits erwähnte australische Studie zeigte bereits die bemerkenswerte Wirkung der Nashi-Birne auf die Blut-Alkohol-Konzentration der Probanden. Dennoch habe ich mich ganz selbstlos zur Verfügung gestellt,die Katerpillen von Real Organics an mir – und einer Gruppe trinkfester Freunde – auszuprobieren. Ein Mädelsabend mit literweise Sekt sollte als Real-Life-Szenario dienen. Fünf Mädels gönnten sich vor dem Trinken jeweils zwei Pillen Smart Drunk. Vier davon berichteten am nächsten Tag, wie überraschend gut es ihnen ging. Einschließlich mir. Wir waren begeistert, wie fit wir uns an diesem Sonntag fühlten. Ich war so perplex, dass ich die Woche darauf einen erneuten Test startete – rein aus wissenschaftlichen Gründen versteht sich und allein aus dem Grund, wirklich sichergehen zu können: Für den Geburtstag einer Freundin bereitete ich mich mit zwei Smart Drunk Pillen vor. Und erneut: Den Tag darauf war ich zwar ein wenig matt und müde. Aber von Hangover? Keine Spur.

Vielleicht grefit ihr der Placebo-Effekt, mögen jetzt kritische Stimmen sagen. Und tja, beweisen kann ich es nicht. Ich bin nur Bloggerin, keine Wissenschaftlerin. Aber ich bin eine Aperol-liebende, feierfreudige Bloggerin – und somit die beste Probandin überhaupt. Und ich kann guten Gewissens behaupten: Mein Kater am nächsten Tag faucht nicht mehr, er schnurrt höchstens: Dank Smart Drunk!

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