Sex-Kolumne | Wie ich mal einer Biene keinen Blowjob gab

Verkleidung_Koeln_Karneval_SexkolumneLetztens habe ich Karneval im Sommer gefeiert. „Jeck im Sunnesching“ ist eine ziemlich nice Erfindung, da man die knappen und leicht versexten Karnevalskostüme endlich mal nicht unter Daunenjacke und Mütze verstecken muss. Aber bei dieser ganzen Blöße können auch mal die Fantasien mit einem durchgehen. 

Umgeben von zu viel verschwitzter und nackter Haut, rasierten und gebräunten Beinen schunkelte ich also zwischen Piraten, Marienkäfern und Indianern, als eine torkelnde Biene auf mich zusteuerte. Angetrunken fragte ich die männliche Imme, wo er denn seine Biene Maja gelassen habe. Als Antwort lallte die Biene eine Gegenfrage: ob ich denn nicht seinen Stachel lutschen wolle. Ach ja, Karneval, ich vermisse dich ja schon hier in Berlin.

Mann in Uniform = Sex am Stiel

Ich schätze eine Verkleidung verrät mehr über unsere sexuellen Vorlieben, als uns vielleicht bewusst ist. Wir schlüpfen in ein Kostüm und offenbaren gleichzeitig unseren im Alltag unterdrückten Faible. Die werden dann halt umso offensiver im Karneval ausgelebt. Ob als sexy-kratzbürstiges-Kätzchen, oben-ohne-Tarzan oder als entblößte Bitch-Version von Rotkäppchen (wer spielt da wohl den bösen Wolf).

Fiktive Sexrollenspiele in denen die Krankenschwester den Mann gesund pflegt und sich der sexy Vampir in seiner mysteriösen und verruchten Gier ergötzen kann. Gerade uniformierte Männer sind ja sehr beliebt. Da wird der Sex-Stimuli angeworfen, sobald ein taffer Polizist oder der tapfere Feuerwehrmann vor einem steht. Und ja, das ist mit der Wahl eines solchen Kostüms natürlich beabsichtigt! Für mich gibt’s kaum einen größeren Cockblocker als Typen in SWAT-Uniform oder Top-Gun-Onesie. Just sayin’.

Das beliebteste Kostüm ist dieses Jahr übrigens das Einhorn. Sorry, ich meine das „sexy Einhorn“. Und was aus der Biene geworden ist? Der habe ich empfohlen, ihren Willi selber zu lutschen.


Carina Kaiser ist gebürtige Kölnerin und leidenschaftliche Frühaufsteherin. Ihre Liebe für die Domstadt teilt sie seit 2014 auch mit Berlin, wo sie als freie Autorin unterwegs ist. Am liebsten beschreibt sie ihre aktuelle Gefühlslage mit Gifs von Emma Stone.

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