Penelope’s Sphere | Tamari Nikoleishvili im Kurzinterview

Penelope's Sphere BerlinUnangepasst, individuell und jenseits von 08/15-Einerlei: Dafür steht das Label Penelope’s Sphere. Desigerin Tamari Nikoleishvili versteht es, Attribute wie „kantig“ und „weich“ bei ihren Kreationen zu vereinen und mit Stoffen und Silhouetten Neues fernab des Altbekannten zu entwerfen. Dabei wirken ihre Kreationen nie gewollt, sondern so, als hätte Tamari Nikoleishvili nie etwas anderes gemacht. Hat sie aber! In Georgien studierte Tamari Nikoleishvili Medizin. Nach bestandenem Examen wandte sie sich der Mode zu, ging nach Bremen an die Hochschule der Künste und absolvierte im Anschluss Fashion-Praktika in London. Unter anderem bei Vivienne Westwood. 2004 gründete Tamari Nikoleishvili dann in Berlin ihr Label Penelope’s Sphere. Seit Februar 2016 haben die Kreationen sogar ein eigenes zu Hause – im neu eröffneten Laden von Penelope’s Sphere (kurz: „P’s Sph“) in Berlin-Mitte. Das haben wir uns zum Anlass genommen und haben die Designerin Tamari Nikoleishvili in einem Kurzinteview vier kurze Fragen gestellt…

Du bist eigentlich studierte Medizinerin: Woher kam der Entschluss, Mode zu machen?

TN: Ich liebe Formen, Farbe und Material! Das Medizin-Studium war eher Familienpolitik. Eltern und Großeltern sind alle Ärzte und irgend wie kam ich nicht drum herum. Im Nachhinein bereue ich die Entscheidung nicht, da ich jedes beliebige Körper im Schnitt anatomisch auseinander nehmen und wieder anders zusammensetzen kann. Wenn auch nur subtil. Damit kann man unglaubliche optische Täuschungen erreichen… Und dank des Studiums kenne ich das A und O der Medizin. Das ist praktisch. Vor allem, wenn man Kinder hat

Was drücken Deine Kreationen aus?

TN: Die Interpretation möchte ich der Trägerin überlassen. Zehn Frauen könnten ein Kleidungsstück alle unterschiedlich interpretieren und ein Kleidungsstück kann bei allen zehn Frauen etwas anderes unterstreichen. Für mich ist es wichtig, meine persönliche Ästhetik in jedes einzelne Kleidungsstück zu stecken. Manche finden sie toll, manche nicht. Aber ich finde es sehr gut zu polarisieren.

Für wen machst Du Mode?

TN: Ich würde die Frage lieber anders stellen, nämlich: Für wen ich meine Mode machen möchte. Und zwar für Individualisten die hinter dem ‚Inhalt‘ her sind und nicht der ‚Marke‘.
Meistens sind das auch recht starke Persönlichkeiten mit eigenen Köpfchen.

Was oder wer inspiriert Dich?

TN: Eigentlich alles – Menschen, Stoffe, Bücher, Musik, Kulturen, Architektur – je nach dem was ich gerade fähig, bin als eine Inspiration wahr zu nehmen. Außerdem gibt es ja auch sowas wie ein Allgemeindenken. Alles was gerade auch in der Politik, auf der Weltbühne geschieht, nimmt uns bewusst oder unbewusst mit …

Alle Infos zu Penelope’s Sphere

// Penelope’s Sphere.
// Adresse: Fehrbelliner Str. 56, 10119 Berlin
// Öffnungszeiten: Montag & Dienstag, Donnerstag & Freitag: 11-19 Uhr, Samstag 12-18 Uhr, Mittwoch und Sonntag geschlossen.


Friederike HintzeFriederike Hintze, oder lieber Frieda, gründete gemeinsam mit Marie von der Heydt den Blog Louise et Hélène. Seit vielen Jahren arbeitet sie als freie Journalistin und Bloggerin im Lifestyle-Bereich. Frieda liebt guten Wein und gute Bücher,  ist am Liebsten unter Freunden oder an der Küste – oder beides – und geht gerne Laufen. Wenn sie für sich ist, guckt sie mehr oder minder heimlich Unter Uns. Und zwar seit der ersten Folge.

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