Kung Fury – Ein Kurzfilm zwischen 80er-Trash und Kick-Ass-Actionkomödie

Kung Fury Film

Der schwedische Regie-Newcomer David Sandberg macht die Medien momentan mit einem Video-Teaser auf seinen neuen Kurzfilm Kung Fury aufmerksam – und auch bei uns macht sich Vorfreude breit. Denn am 28. Mai wird der Film, der in einer Crowdfunding-Aktion über Kickstarter finanziert wurde, auf YouTube veröffentlicht. In dem 30-minütigen Zeitreise-Abenteuer erwartet den Zuschauer eine schreiend komische Over-The-Top-Hommage an die 80er. Trash vom Feinsten und David Hasselhoff (Hurra!) sind auch am Start.

von Carina Kaiser

Kung Fury: B-Movie trifft auf epische 80er-Magie

Ein Stirnband tragender Cop namens Kung Fury (gespielt von Sandberg selbst) reist aus den 80ern zurück in die Vergangenheit, um Hitler a.k.a. Kung Führer zu töten. (O-Ton: „Hitler – He Is The Worst Criminal Of All Time.“) Auf seinem Weg stellt er eine Armee auf, um bei der Schlacht auf alles vorbereitet zu sein. Ob er es schafft? Well, No Spoiler Alert!

Der Film spielt mal in Miami in den 1980ern, mal in Deutschland um 1940. Aber eigentlich wurde hauptsächlich vor einem Greenscreen gedreht. Der Film bedient sich durch die Bank weg allen möglichen Action-Klischees. Gangster werden vermöbelt, Sportwagen geschrottet. Neben übergroßen Göttern, sexy Wikinger-Hotties, Nazi-Soldaten, Robotern und (wer hätte es erwartet) einem T-Rex, kämpft sich der starke Kung Fury durch die Zeit. Dazu gibt’s eine geballte Ladung Explosionen und visuellen Effekten. Absurder Trash mit einer Filmästhetik á la Quentin Tarantino, nur noch überzogener.

Kung Fury Film David Sandberg

True Survivor: David Hasselhoff macht das Musikvideo zu Kung Fury

Das Musikvideo zu dem Film schießt mit Burger-Held David Hasselhoff dann den Trash-Vogel ab. Um noch ein bisschen mehr Aufmerksamkeit zu erregen, wurde nämlich „Hassel the Hoff“ mit ins Boot geholt. Und siehe da, die schwedische Low-Budget-Produktion pusht sich durch die Medien nach oben.

Der TV-Star, der sich selber als Überlebenskünstler beschreibt, erweckte für das Video mal eben seine Knight-Rider-Skills zum Leben. Mit 80er Föhnfrisur, Porno-Lederjacke und fingerlosen Handschuhen posiert und singt der mittlerweile 62-Jährige im pinken Neonrauch neben und auf einem weißen Lamborghini. In den restlichen Szenen ersetzt Hasselhoff (oder sein Spagat-Double) den Hauptdarsteller und kämpft sich höchstselbst durch das Abenteuer.

Kung Fury Film Hasselhoff

Kung Fury: Der amerikanische Traum des David Sandberg

Sandbergs Geschichte ist das klassische Märchen aufstrebender Filmemacher, übertragen ins digitale Zeitalter. Der Trailer zu seinem Film wurde bei YouTube mittlerweile über 100.000 Mal geklickt. Dabei hatte alles so laienhaft begonnen. Schon damals hatte Sandberg große Pläne, zahlte 5.000 US-Dollar aus eigener Tasche um seinem Traum, einen 80er-Jahre-Actionfilm zu produzieren, ein Stück näher zu kommen. An diesem arbeitete er über zwei Jahre, bis das Projekt im Dezember 2013 endlich an den Start ging.

Auf der Plattform Kickstarter.com sollten mittels Crowdfunding 200.000 US-Dollar für seinen Kurzfilm gesammelt werden. Die Reaktionen auf den ersten Teaser waren so euphorisch, dass das Geld bereits nach 24 Stunden drin war. Eine begeisterte Netzgemeinde aus über 17.000 Unterstützern steuerte exakt 630.019 US-Dollar zu dem B-Movie bei. Diesen zahlungsfreundlichen Menschen haben wir den zauberhaften 30-minütigen Film zu verdanken! Merci dafür.

Mit seinem Produktions-Tagebuch hält Sandberg seine Fans fast wöchentlich mit Fotos, Zahlen oder Danksagungen auf dem Laufenden. Übrigens: Eine Spielfilmerweiterung ist auch schon geplant. Doch erst mal stehen für Sandberg und sein Team das Filmfestival in Cannes vor der Tür.


Mehr Infos gibt’s auf http://www.kungfury.com.

Fotos © facebook.com/kungfuryofficial (1+2) / Universal Music (3)

 

Carina Kaiser

Carina Kaiser ist gebürtige Kölnerin und leidenschaftliche Frühaufsteherin. Ihre Liebe für die Domstadt teilt sie seit 2014 auch mit Berlin, wo sie spezialisiert auf Journalismus & PR ihrem Medienmanagement Studium nachgeht, Ballett tanzt und gerade ein neues Hochschulradio mitbegründet. Ihre „skurrilste“ Angewohnheit (neben dem Kölner Karneval): Egal wo sie hingeht, sie hat immer die NEON dabei.

 

 

2 Comments on Kung Fury – Ein Kurzfilm zwischen 80er-Trash und Kick-Ass-Actionkomödie

  1. quest bars
    10. Februar 2016 at 02:44 (1 Jahr ago)

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