Hotel Indigo Krakow | Kunst, Geschichte und Liebe zum Detail

Hotel indigo Krakau

Es gibt nur wenig Hotels, in denen ich mich auf Anhieb wie zu Hause fühle und bei denen ich eins zu eins das Interieur für meine eigenen vier Wände adaptieren würde. Wenn ich es mir so Recht überlege, gab es bisher gar kein Hotel. Die Betonung liegt auf „bisher“: Denn in Krakau durfte ich in dem jüngst eröffneten Hotel Indigo Krakow – Old Town residieren und fand damit den perfekten Inspirationsquell für meine Einrichtung – und quasi ganz nebenbei – mein neues Lieblingshotel.

 

Hotel indigo Krakau

Erst kürzlich sind mein Freund und ich in eine wunderschöne Wohnung in Mitte gezogen. Vieles ist noch unfertig, allein, weil mir die Gestaltungsideen fehlen. Wie gerufen kam da der Besuch im Hotel Indigo Krakow – Old Town in Krakau. Das Interieur ist zauberhaft. Geschmackvoll, individuell, durchdacht und alles andere als von der Stange: Großformatige Gemälde vermengen sich mit grafisch anmutenden Vasen, kupferfarbenen Lüstern, bunten Fliesen, mit Samt überzogenen Polstermöbeln – und jeder Menge Liebe zum Detail: Egal wohin man blickt, man entdeckt immer wieder etwas Neues, ohne, dass man sich erschlagen fühlt.

Hotel Indigo Krakow: Die künstlerische DNA der Stadt

Das Hotel Indigo Krakow ist das erste seiner Art in Polen. Dabei ist die IHG-Boutiquemarke dafür bekannt, dass kein Haus dem anderen gleicht und im Interieur stets die DNA der jeweiligen Stadt und der umliegenden Nachbarschaft aufgegriffen wird. So auch im Hotel Indigo Krakow. Die schönen Künste sind tief mit der uralten Geschichte Krakaus verwoben. Aus gutem Grund spricht man von der heimlichen Hauptstadt Polens, zumindest im intellektuellen Sinne: Zahlreiche Maler, Musiker, Gelehrten und Dichter lebten einst in den pittoresken Gassen der Stadt. Einer von ihnen war Jan Matejko, Polens wohl größter Maler, der einst sogar in dem Gebäude lebte, in dem heute Gäste des Hotel Indigo residieren. Ihm ist eine einzelne Etage gewidmet, sein Stil und seine Federführung dienten als Inspiration, einige seiner Werke zieren als Kunstdrücke die Zimmer.

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In unmittelbarer Nähe des Boutiquehotels befindet sich zudem die Krakauer Academy of Fine Arts. Aus gutem Grund finden sich im Hotel Indigo Krakow einzelne Werke von namhaften Künstlern und jungen Nachwuchstalenten in der Lobby, in der Bar und im Treppenhaus – so nimmt man mit jeder Stufe, die man zu seinem hübschen Zimmer erklimmt, ein wenig polnische Kunst mit. Viel zu schade wäre es da, den Fahrstuhl zu nehmen.

Ein geschichtsträchtiges Gebäude

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Aber auch für solche, die weniger kunst- als vor allem geschichtsinteressiert sind, ist das Hotel Indigo Krakow ein perfektes Domizil. Denn obwohl das Boutiquehotel erst im September 2016 eröffnet wurde, atmen die Gemäuer Geschichte. Das Gebäude wurde 1836 erbaut. Viele historische Details wie auch die Ursprungsarchitektur wurden bei der Sanierung des Hauses erhalten. Deswegen gleicht auch keines der 56 Zimmer im Schnitt einem anderen. Frei gelegte Backsteinwände, das alte Deckengebälk oder die fast zweihundert Jahre alten Treppenstufen zeugen von den Geschichten und Anekdoten, dem Lieben und Leiden der einstigen Bewohner des Hauses.

Alles andere in dem schönen Hotel Indigo ist selbstverständlich modern: Ob man nun via Bluetooth seine Musik im Zimmer abspielen lässt, über das Highspeed-Wifi im extrem gemütlichen Boxspringbett eine Netflix-Session schaut, oder sich im kleinen, aber feinen Fitness-Raum verausgaben möchte.

Hotel Indigo Krakow: Fußläufig von Krakaus altem Herzen entfernt

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Der Beiname des Hotel Indigo Krakow– „Old Town“ – kommt nicht von ungefähr. Tatsächlich liegt die zauberhafte und nahezu gänzlich unzerstörte Altstadt, wie es so schön heißt, nur einen Steinwurf entfernt: Die Burg Wawel, die ehemalige Residenz der polnischen Könige, der Hauptmarkt, die Marienkirche, die mittelalterlichen Tuchhallen auf dem Stadtplatz und sogar das jüdische Viertel mit der alten Synagoge sind gut fußläufig erreichbar.

Die Küche im Hotel Indigo Krakow

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In direkter Nachbarschaft liegt auch der älteste Markt Krakaus, der Kleparz-Markt. Hier gibt es Allerlei – von Pastinaken über Blumen bis hin zu Socken oder Waschmittel. Und von hier bezieht die Küche auch ihren größten Teil an Lebensmitteln, die wiederum im Restaurant Filipa18, benannt nach der Adresse des Hotels, zu köstlichen Gerichten verarbeitet werden. Küchenchef Marcin Sołtys versteht es, klassische Zutaten der polnischen Küche wie Hering, rote Beete oder Sauerkraut modern und aromatisch zu interpretieren. Man merkt dem Chef de Cuisine die Freude am Kochen an: Nicht selten schaut er persönlich beim Gast vorbei, schickt kleine, köstliche Grüße aus der Küche oder serviert stolz ein Gläschen Apfelschnaps, welcher eigens für Sołtys und das Filipa18 gebrannt wurde.

Überhaupt pflegt man in dem Boutiquehotel den persönlichen Kontakt zum Gast: Das Personal spricht gutes Englisch und selbst wenn einmal eine Sprachbarriere besteht, wird diese lachend und freundschaftlich – eben auf polnische Art – aus dem Weg geräumt. Das macht die besondere Atmosphäre im Hotel Indigo aus.

Auf einen Wodka im Hotel Indigo Krakow

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Ein weiteres Alleinstellungsmerkmal im Hotel Indigo Krakow: Das Wodka-Tasting an der U Bar. Selbst eingefleischte Wein-Trinker sollten sich einmal durch die besten Sorten des polnischen Nationalgetränks probieren, denn man wird feststellen: Wodka ist nicht gleich Wodka und das hochprozentige Getränk gibt es in allerlei Variationen. Dabei stimmt es, was man sagt. Guter Wodka verursacht keinen Kater! So kann man am nächsten Morgen wunderbar und vollkommen Schädel-frei erneut durch die Gassen und Gässchen Krakaus schlendern.

Fotos: © Friederike Hintze


Friederike HintzeFriederike Hintze, oder lieber Frieda, gründete gemeinsam mit Marie von der Heydt den Blog Louise et Hélène. Seit vielen Jahren arbeitet sie als freie Journalistin und Bloggerin im Lifestyle-Bereich. Frieda liebt guten Wein und gute Bücher,  ist am Liebsten unter Freunden oder an der Küste – oder beides – und geht gerne Laufen. Wenn sie für sich ist, guckt sie mehr oder minder heimlich Unter Uns. Und zwar seit der ersten Folge.

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