Escape Berlin „Kidnapped“ | Überleben ist alles…

Escape Berlin Kidnapped

… erst ab 18 Jahren! Das ist die Vorgabe bei dem noch recht neuen Spiel „Kidnapped“, das ihr bei Escape Berlin spielen könnt. Nun ja, ich muss zugeben: Eine klein wenig abschreckende Wirkung hatte diese Information schon auf mich. Denn auch Filme ab 18 versuche ich eher zu vermeiden. Zu viel Blut, zu viel Splatter, zu viele Psychospielchen, denen ich im Alltag schon oft genug ausgesetzt bin. Dennoch habe ich mich gemeinsam mit fünf Kumpanen in die Höhle des Löwen gewagt und ganz selbstlos für Euch das Spiel ausprobiert.

Es ist gar nicht so leicht, über die Spiele von Escape Berlin zu schreiben. Ich bin ja quasi Stammkundin, habe schon zwei Abenteuer in den Hallen des größten Live Escape Game Theater Europas erlebt („Sherlock Holmes und „Big Bang)– und beide haben mir ausgezeichnet gut gefallen. Doch jedes Mal, wenn ich davon auf dem Blog berichten will, wandle ich auf dem dünnen Pfad zwischen „nicht zu viel verraten“ und „meine Erlebnisse mit Euch teilen“.

Fangen wir mal bei den Hard Facts an. Das Horrospiel „Kidnapped“ ist deswegen nur für volljährige Teilnehmer*innen geeignet, weil die Bilder und Szenarien, die hier – mal wieder in detailreicher Arbeit – entworfen werden, durchaus gruselig sind. Nun ist ein Teil von unserer Gruppe schon so Horror-erprobt, so dass die schockierende Wirkung hier weniger groß ausfällt. Ich allerdings finde die Szenerie durchaus beklemmend – und stelle erst im Nachhinein fest, wie gestresst und angespannt ich während des gesamten Spiels war.

Escape Berlin Kidnapped

© Escape Berlin

„Kidnapped“ bei Escape Berlin: Wie in „Saw“

Auch bei „Kidnapped“ geht es einmal wieder darum, sich aus einem Raum zu befreien. Unser Spielleiter, der uns während der gesamten Spielzeit über Monitore beobachtet und auf Zeichen wichtige Hinweise gibt, warnt uns zu Beginn vor: Schmuck und Wertsachen sollte man besser abnehmen. Und auch kleinere Verletzungen sind keine Seltenheit bei dem Live Game. Es wird klar: Bei „Kidnapped“ kann es rough zugehen. Das bekommen wir direkt am Anfang des Spiels zu spüren. Viel will ich nicht verraten, das würde ja den ganzen Spaß verderben. Nur eines: Ich kam mir zu Beginn vor wie in einem Szenario von „Saw“.

„Kidnapped“ bei Escape Berlin: Besser als jeder Horror-Film

Etwa 60 Minuten geht das Spiel (25 Euro pro Person). Wer 15 Minuten Extra-Zeit zufügen möchte, zahlt noch einmal 25 Euro für die gesamte Gruppe drauf. Das ist fair kalkuliert, immerhin wurden die Szenarien von Escape Berlin von professionellen Bühnenbildern und Drehbuchautoren entworfen. Wenn ich Euch etwas raten darf: Die 15 Minuten Extra-Zeit sind bei dem Spiel „Kidnapped“ keine schlechte Idee. Denn das Spiel ist knifflig und auch wenn unser Team aus einigen schlauen Köpfen besteht, schaffen wir es gerade so auf die letzte Sekunde aus dem Raum.

Leicht erschöpft, irgendwie ein wenig benommen aber gleichermaßen gut gelaunt verlassen wir an diesem düsteren Novemberabend Escape Berlin. Ich für meinen Teil bin erst einmal bedient, was Horror betrifft und bin an diesem Abend froh, dass ich mit einer Freundin durch das nächtliche Berlin radele. Fakt ist aber: In einem Horror-Film live mitzuspielen macht tausend Mal mehr Spaß, als einen Horror-Film zu schauen. Insofern empfehle ich jedem, der Lust auf Nervenkitzel hat, das einmal auszuprobieren.

ALLE INFOS ZU ESCAPE BERLIN

// Escape Berlin. Adresse: Storkower Str. 140, 10407 Berlin
// Preis: ab 19 Euro pro Person, je nach Gruppengröße
// empfohlene Teilnehmergröße: 4 bis 6 Personen
// Gutscheine findet ihr unter diesem formschönen Link

// weitere Infos zu Escape Game

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