Authentizität von Influencern und Bloggern | Lebt die wirklich so?

Authentizitaet von Bloggern und Influencern

Wer unseren Podcast verfolgt, der weiß, dass wir uns kürzlich mit dem großen Thema Influencer und Blogger beschäftigt haben, über Kennzahlen und Charakteristika – und um die Frage, nach der Authentizität. Später hatte ich viele weitere Gedanken zu dem Thema, die ich allerdings nicht mehr im Podcast festhalten konnte. Hinzu kam eine ziemlich interessante Grafik, auf die ich vor wenigen Tagen stieß. Grund genug für mich, die Frage nach Authentizität von Influencern und Bloggern noch einmal hier in einem Beitrag aufzurollen. Als Erweiterung und Ergänzung zu unserem Podcast (den ihr selbstverständlich unbedingt hören solltet)…

Jetten um die Welt, ständig ein Frühstück im Bett im obersten Stockwerk eines Luxus-Hotels mitsamt sagenhaften Ausblick, unendlich viele teure Designertaschen im Kleiderschrank und immer in der ersten Reihe der Fashion Shows. Zugegeben – viele Instagramer bauen auf ihrem (meist sehr erfolgreichen) Channels eine Puderzucker-Plüschwelt auf, die neidisch macht. Doch leben die wirklich so? Wie viel Arbeit steht eigentlich dahinter und was verdient so ein Influencer? Fragen, die wir bereits im Podcast bereits besprochen haben. Doch den Anstoß, das Thema noch einmal aufzurollen und auch schriftlich meine Gedanken  niederzuschreiben, gab mir eine sehr interessante Grafik, die mir kürzlich untergekommen ist.

Die Jungs und Mädels von Vexcash, die normalerweise rückzahlungsfreundliche Kredite für 30 Tage vergeben, haben sich nämlich mit dem Thema Fashion und Social Media beschäftigt, und dabei spannende Aspekte heraus gearbeitet. Beispielsweise, welchen Medienwert Deutschlands erfolgreichste Influencerin (Stefanie Giesinger) pro Posting hat (14.367 US-Dollar) und welche Modemarke auf Instagram am erfolgreichsten tätig ist (Nike). Die ganze Grafik findet ihr weiter unten.

Authentizität von Influencern und Bloggern: Gibt’s die überhaupt noch?

14.367 US-Dollar – pro Posting! Wow! Das ist jede Menge. Doch stellt sich da die Frage: Wenn man so viel Geld mit einem Instagram- oder Blogpost verdient, wie kann man da noch authentisch bleiben? Ist nicht jede Meinung, jedes Posting gekauft? Und kann man überhaupt noch authentisch bleiben, wenn man eine große Reichweite hat?

Ich glaube: Ja! Denn bevor man ein verallgemeinertes Influencer- und Blogger-Bashing betreibt, sollte man sich auch die vielen tollen Beispiele für authentische Blogger einmal ansehen. Die Dandys beispielsweise oder DariaDaria sprechen gerne mal etwas Unangenehmes aus. Marina the Moss wiederum kennzeichnet fast schon pedantisch jede einzelne Werbung, und ist sie noch so klein. Auch selbst gekaufte und bezahlte Produkte, die sie auf Instagram zeigt, werden von ihr gekennzeichnet, um ja nicht in die Schleichwerbungsfalle zu tappen. Ein begrüßenswertes Verhalten, dem immer mehr Influencer und Blogger folgen.

Und auch wir würden uns gerne in diese Reihe einordnen. Insbesondere auf Instagram, versuchen wir keine puderzuckrige Plüschwelt zu kreieren, sondern bleiben selbstironisch und tragen die Kleidung, die wir uns wirklich leisten können – statt die 68. Gucci-Tasche im Wert eines Kleinwagens zu präsentieren.

Doch Authentizität – oder zumindest der ehrliche Versuch, diese zu waren – hat seinen Preis: Nicht jeder Firma gefällt das.In Zeiten der Professionalisierung von Bloggern und Influencern vergessen einige Marken und Firmen manchmal, warum sie mit Bloggern zusammenarbeiten. Wegen ihrer Persönlichkeit und, na klar, ihrer Authentizität. Und das bedeutet auch, dass man als Blogger kein Fähnchen im Wind ist. Oder es zumindest nicht sein sollte. Das bedeutet für uns beispielsweise auch, dass wir nicht für jede Marke oder jeden Kooperationspartner geeignet sind und uns auch nicht für jede Möglichkeit, Geld zu verdienen hergeben wollen. Ansonsten verkauft man seine Seele. Und mit der Authentizität ist es hin.

Worauf muss man achten, um als Blogger oder Influencer die Authentizität beizubehalten?

Erstens: Nicht jeden Artikel verkaufen – sondern auch über Dinge, Situationen, Events und Marken schreiben, die man ganz Geldfluss einfach toll oder spannend oder cool findet. Natürlich soll sich ein Blogger oder Influencer finanzieren können. Denn hinter all dem steht vor allem jede Menge Arbeit. Aber man ist in meinen Augen vor allem dann authentisch, wenn man nicht jeden Artikel verkauft, sondern aus Leidenschaft bloggt. So, wie man es getan hat, bevor man Geld damit verdienen konnte.

Zweitens: ganz klar, keine Schleichwerbung machen. Kennzeichnet die gekauften Beiträge sauber und sichtbar. Die meisten Leute wissen mittlerweile ohnehin, dass wir Blogger für unsere Arbeit bezahlt werden. Authentisch ist es, dazu zu stehen und Vorbild wäre es, es umzusetzen.

Drittens: Scheinwelten ablehnen. Dieses ganze „I woke up like this“ oder „nomakeup“ Getue ist wirklich daneben, wenn es nicht stimmt. Wer beispielsweise Lippenstift oder Augenbrauenfarbe trägt, der ist geschminkt. Als Blogger oder Influencer hat man auch immer eine Verantwortung gegenüber den Followern – besonders gegenüber den jüngeren, die sich zu Herzen nehmen, wenn sie dem perfekten Bild möglicherweise nicht entsprechen. Bleibt ehrlich mit Euch, Eurem Lifestyle und Eurem Aussehen. Wenn man die eigene Verantwortung missachtet, kann es meines Erachtens gefährlich werden.

Fashion und Social Media: Die spannende Grafik von VEXCASH

Authentizität von Influencern und Bloggern Fashion und Social Media

Dieser Beitrag ist in Zusammenarbeit mit Vexcash entstanden.

© Unsplash.com // Vexcash

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